Der erste Eindruck zählt

Ein unterschätzter Erfolgsfaktor: Die Kraft der Ausstrahlung

Der erste Eindruck zählt, der letzte bleibt.

So lautet ein sehr weises Sprichwort, das vor allem in der Businesswelt viel zu unterschätzt bis gar nicht wahrgenommen wird. Dabei entscheiden die ersten sieben Sekunden darüber, ob jemand Erfolg oder Misserfolg hat, ob sie oder er ernst genommen wird oder – noch viel fataler – wer als kompetent und geeignet gilt. Daher wäre es doch klug, mal etwas mehr über diesen ersten magischen Eindruck nachzudenken und ihn sich vielleicht zu Nutze zu machen?!

So nutzt Du den Mechanismus des ersten Eindrucks

Du kannst nichts dagegen tun: Sobald Du jemandem begegnest ordnest Du ihn ein. Scan, Schublade auf und rein damit. DAS ist der erste Eindruck, den sich Dein Gehirn macht in einem unbewussten Wahrnehmungsprozess. Das ist die vermeintliche Menschenkenntnis, meint aber in diesem Falle nichts anderes, als die automatische Steuerung des Gehirns. Du kannst Dich also immer darauf verlassen.

Mit Deiner äußeren Erscheinung und vor allem mit Deiner inneren Einstellung erweckst Du Eindruck und gehst schon mal in “Sympathie-Vorleistung”. Weder Deine Fachkompetenz noch Dein Lebenslauf können dem ersten Eindruck das Wasser reichen. 

Die folgenden wichtigen Mechanismen kannst Du nutzen, um Dich von der ersten Sekunde an ins strahlende Licht zu rücken.

Erstens: Achte auf Deine Körpersprache!

Dein Körper ist IMMER schneller, als Deine Sprache. Vor allem Deine Einstellung zu Dir selbst – ob Du positiv gestimmt, offen, neugierig, optimistisch oder bist Du der Situation gegenüber eher abgeneigt, spiegelt sich in Deiner Körpersprache wider. Und zwar noch bevor Du darüber nachdenken kannst, ob Du gut rüberkommst. Mit Deiner Einstellung kannst Du viel dafür tun, dass Dein Körper “mitspielt”.

Übrigens macht die Körpersprache weit über 60% aus, ob wir jemanden sympathisch oder kompetent finden.

Körpersprache
Achte auf Deine Körpersprache!

Zweitens: Sprich mit Deinen Augen!

Wir wissen es alle: Unsere Augen können Bände sprechen und viel über uns verraten. Doch im Unterschied zur Körpersprache haben wir hier die Möglichkeit, unseren Blick mehr zu “steuern”. Im wahrsten Sinne des Wortes zu strahlen.

Bist Du begeistert, offen, neugierig weiten sich Deine Pupillen. Es ist nachgewiesen, dass Menschen mit weiten Pupillen (ergo: mit groß geöffneten Augen) als sympathischer und kompetenter wahrgenommen werden. Das heißt nicht, dass Du starren sollst. Übrigens haben sich früher viele Frauen Tropfen ins Auge geträufelt, um ihre Pupillen zu weiten.

Das ist ja nichts Neues. Spannend finde ich den Fakt, dass wir mit unserer Lidschlagfrequenz “spielen” und wirken können. Unser Gegenüber reagiert auf einen hektischen oder wandernden Blick irritiert und verliert das Interesse (oder ist genervt). Ruht Dein Blick (-punkt), schlägst Du die Augen nicht all zu oft nieder und schaust Du Deine Gesprächspartner*Innen interessiert mit weiten Pupillen an, hast Du gute Chancen für Anerkennung und Respekt.

Deine Augen sprechen Bände
Deine Augen sprechen Bände

Drittens: Deine Stimme ist Deine Währung

Deine Stimme ist DAS machtvollste Instrument im Auftritt und beim ersten Eindruck. Sie macht Deine Stimmung hör- und greifbar. Daher gilt auch hier wieder: Deine innere Einstellung entscheidet über Deinen Erfolg.

Je tiefer und ruhiger Deine Stimme, desto mehr wirst Du respektiert und auch hier wieder als kompetent eingestuft.

TIPP:

  • Trainiere Deine Stimme, denn sie ist für den ersten Eindruck eines der wichtigsten Kriterien!
  • Bereite Dich auf Reden und Vorträge vor, indem Du sie übst und aufnimmst.
  • Stimme Dich positiv und Deine Stimmlage wird tiefer, harmonischer und einladender.
  • Sprich langsam, mache Pausen und vermeide Hektik und Angst.
  • Sei stets positiv zu Dir selbst und den Menschen gegenüber. Je besser es Dir geht, desto schöner und professioneller klingst Du und kommst auch so rüber.
  • Atme tief ein und aus.

Viertens: Dein Outfit spiegelt Deine Stimmung wider

Ich bin für absolute Individualität – auch in Sachen Stil und Outfit.

Dennoch gibt es bestimmte Spielregeln auf der kleinen und großen Bühne.

  • Dein Outfit sollte Deine Persönlichkeit unterstreichen und Deine Vorzüge hervorzaubern. Wenn Du eher schrille Klamotten magst, Du aber in einer Bank arbeitest, solltest Du überlegen, wie Du beides miteinander vereinen kannst.
  • In Deiner Kleiderwahl sollte sich auch Deine (Führungs-)Position widerspiegeln. Schließlich möchtest Du auf dem Parkett ernst genommen und respektiert werden.
  • Dein Kleidungsstil erzählt eine Geschichte über Dich. Überleg also genau, welche Geschichte. WIE möchtest Du wahrgenommen werden? Wie sollen Dich die Menschen sehen?

Bei all dem vergiss bitte nicht, DU zu bleiben. Es geht darum, dass Du Dir das System um Dich herum genauer anschaust und entsprechend agierst.

Ich spreche in diesem Zusammenhang gern von Kommunikationswelten, in denen wir uns bewegen – authentisch, individuell und dennoch höchst professionell.

Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, dann hol Dir gern mein kostenloses Ebook dazu.

Nun wünsche ich Dir viel Freude mit dem Ausprobieren Deines ersten Eindrucks.

Ich bin mir sicher, dass Du viele Aha-Momente haben wirst und vielleicht etwas mehr Klarheit über Dein Wirken erzielst.

Noch ein Tipp am Ende:

Beobachte Deine Mitmenschen:

  • Wie wirken sie auf Dich?
  • Wie sind sie gekleidet?
  • Wie sprechen ihre Körper und Augen?

Ein wundervolles Experimentierfeld!

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