Emotionen im Beruf - Ja oder Nein?

Vier-Schritte-Guide für Frauen in Führung

Menschen sind emotionale Wesen, die ihre Emotionen und Gefühle nicht einfach ablegen können. Emotionen wie Ärger, Wut, Angst, unbändige Freude, starkes Empfinden von Glück oder der Ausdruck von Liebe gehören zu uns, wie die Luft zum Atmen.

Doch sind Emotionen im Beruf angebracht? Haben sie dort ihren Platz, ihre Berechtigung? Oder sind sie für unsere Karriere eher hinderlich? 

Diese Fragen sind gerade für Frauen in Führung höchst interessant und relevant. Uns Frauen wird ja oft nachgesagt, wir wären “zu emotional”. Mit ein bisschen Übung können wir unsere Emotionen gut in unser Leben integrieren, ohne sie zu verstecken.

In diesem Beitrag erfährst Du:

Wie sich Emotionen und Gefühle voneinander unterscheiden:
Emotionen sind nicht gleich Gefühle

“Nimm mal die Emotionen raus!” Diese Aufforderung schmerzt, trifft sie uns doch mitten ins Herz. Bevor wir uns mit der Frage beschäftigen, wie wir Emotionen rausnehmen, schauen wir uns in aller Kürze den Unterschied zwischen Emotionen und Gefühle an. Viele nutzen den Begriff Emotionen und Gefühle gleichbedeutend, ohne darüber nachzudenken, was sie damit eigentlich meinen. Eines vorweg: Emotionen sind nicht gleich Gefühle. 

Emotionen - Eine Begriffsklärung

Der Begriff Emotion stammt vom Lateinischen emotio = heftige Bewegung, emovere = aufwühlen, heraustreiben. Eine Emotion entsteht vor allem durch einen äußeren Reiz und koppelt mentale mit körperlichen Reaktionen, zum Beispiel Angst und schwitzige Hände, Aufregung und zitternde Knie. Emotionen sind im Unterbewusstsein verankert. Es sind Urinstinkte, die sich effektartig ausdrücken und einst unser Überleben sicherten. Somit lenkt eine Emotion unseren absoluten Fokus auf eine potentielle Bedrohung. In dem Moment wird alles andere unwichtig. Herzschlag und Blutdruck steigen: Ready? Fight or flight! Kampf oder Flucht!

Die sechs Basisemotionen sind Angst, Ärger, Trauer, Ekel, Überraschung, Freude. Sie lassen sich an der Mimik eines Menschen ablesen. Allerdings gibt es keine präzise wissenschaftliche Definition für den Begriff „Emotion“.

Gefühle - Eine Begriffsklärung

Gefühle sind Teile einer Emotion. Stelle Dir einen Eisberg vor: Emotionen sind das, was unter der Wasseroberfläche schlummert, in unserem Unterbewusstsein. Gefühle sind das, was aus dem Wasser herausragt, sichtbar und bewusst ist. Ein Gefühl ist eine spontane Regung, die wir in bestimmten Situationen und Momenten bewusst wahrnehmen. Sie geben äußeren Umständen und unserem inneren Zustand eine Bedeutung, eine Bewertung. 

Im Gegensatz zu Emotionen, sind Gefühle immer präsent (Spitze des Eisbergs) – mal mehr, mal weniger. Gefühle beziehen psychische Erfahrungen mit ein und helfen, Situationen und Erleben einzuordnen, zu bewerten und mit ihnen entsprechend umzugehen. So können wir zum Beispiel ein schwieriges Gespräch als Belastung oder Ärgernis bewerten, weil wir uns persönlich angegriffen fühlen und in diesem negativen Gefühl verharren. Oder wir treten aus der Emotion des Ärgers heraus und bewerten sie aus einer anderen Perspektive. Mehr dazu in meinem Ebook: Emotionen im Beruf.

Gefühle helfen uns beispielsweise dabei, wichtige Entscheidungen zu treffen. Für Führungspersönlichkeiten ist es somit umso wichtiger, sich ihrer Emotionen und Gefühle bewusst zu werden.

Wohltuend ist der Fakt, dass wir unseren Gefühlen nicht gnadenlos ausgeliefert sind. Gefühle kommen und gehen und wir können sie steuern. Wir können proaktiv entscheiden, ob sie lange anhalten oder schnell wieder abklingen. Die Neurologin Jill B. Taylor fand in ihren Forschungsarbeiten zur Funktionsweise des Gehirns heraus, dass die meisten unserer Empfindungen normalerweise nach 90 Sekunden wieder abklingen. 90 Sekunden! Nur 1,5 Minuten, die uns das Leben manchmal ganz schön schwer machen – wenn wir es zulassen.

Wie Du in vier Schritten auf Deine Emotionen einwirken und sie justieren kannst

Die dahinter liegende Emotion dagegen bleibt viel länger, weshalb es wesentlich schwieriger ist, Emotionen rauszunehmen, als Gefühle zu verändern. Doch auch hier ist der Umgang mit der Emotion entscheidend.

Emotionen fokussieren unsere Aufmerksamkeit auf das, was die Emotion erzeugt hat. In unserem Beispiel ist es das schwierige Gespräch mit einer Mitarbeiterin. Schließlich wollen wir die Situation beherrschen und mit Eleganz wieder rauskommen. Gerade als Führungspersönlichkeit besteht die Gefahr, dass wir uns dann darauf fokussieren, Überlegenheit zu demonstrieren.

Das EGO lässt grüßen, ist hier aber fehl am Platz. Unser Denkvermögen ist in dem Moment stark damit beschäftigt, die Situation für sich zu gewinnen. Verteidigung als erster Impuls. Es braucht Bewusstsein und einen starken Willen, diese Emotion gehen zu lassen.

In vier einfachen Schritten kannst Du wieder zur Dirigentin Deiner Emotionen werden.

SCHRITT 1

SCHRITT 2

SCHRITT 3

SCHRITT 4

Wie Du in vier Schritten auf Deine Emotionen einwirken kannst und ob Emotionen im Beruf förderlich oder hinderlich für Deine Karriere sind, erfährst Du in meinem kostenlosen Ebook:

Emotionen im Beruf - Ja oder Nein?

PLUS:
Warum Frauen oft emotionaler sind.

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